Der zweite Hoagart war ein voller Erfolg!

Wirtshaus ist die Keimzelle der Volksmusik

 Zweiter Volksmusik-Hoagart in der „Alten Zollstation“ in Pittenhart

 „Das Wirtshaus ist die Keimzelle der Volksmusik“ – so erklärte Wolfgang Neumüller von den „Altmühldorfer Musikanten“ seine Freude über die Einladung von Organisator und Moderator Karl-Heinz Fürst in die „Alte Zollstation“ in Pittenhart zum zweiten Volksmusik-Hoagart. Wolfgang Neumüller hat seit Jahrzehnten einen festen Platz in der alpenländischen Volksmusik-Szene, als Komponist und als Gitarren- und Akkordeonspieler in vielen Ensembles mit zahlreichen Auftritten und auch Rundfunkaufnahmen. Nach Pittenhart kam Wolfgang Neumüller mit seiner Frau Ursula, eben die „Altmühldorfer Musikanten“, und mit Freunden, die die beiden bei zwei volltönenden Jodlern unterstützten. Mit den sanften Klängen der Gitarren übernahmen die Neumüllers an diesem Abend den Stubenmusik-Part des Programms im Stil von Tobi Reiser, manchmal getragen, manchmal mit schwungvollen heiteren Melodien. Dass die eher leisen Töne beim Publikum gut ankamen, merkte man an der andächtigen Stille die sich im Raum ausbreitete, trotz der großen Zahl der Zuhörer.

 

Gerade ins Wirtshaus gehören aber auch noch andere Richtungen der bayrischen Volksmusik. Mit Boarischen, Polkas und Walzern spielte die mit dem Wasserburger Löwen ausgezeichnete „Knopf-Soatn-Musi“ aus Obertaufkirchen als Tanzl-Musi auf – auch wenn angesichts der vielen Gäste wirklich nicht der geringste Platz zum Tanzen vorhanden war. Und die Lokalmatadoren vom „Pittenharter Klarinetten-Vierer“ um Musiklehrer Klaus Stöcklhuber brachten ebenfalls Polkas und Landler zu Gehör, von Karl Edelmann und von der Rottauer Klarinettenmusi, ganz stilecht für ein Ensemble, in dem die Klarinetten dominieren.

 

Für Spaß und lustige Lieder war der „Sewi Zwoag’sang“ aus Tacherting zuständig, zwei gstandene Mannsbilder, die einfach Lust am gemeinsamen Singen haben und neben Fuhrmanns- und jagerischen Liedern auch eins übers Tauschen vorbrachten, bei dem ziemlich schnell klar wurde, warum da eigentlich nicht so gern getauscht wurde.

 

Für die Auflockerung des musikalischen Programms mit Versen und Geschichten hatte sich Moderator Karl-Heinz Fürst diesmal noch Unterstützung geholt von Gustl Lex, der sich gleich selbst vorstellte – als Mundartdichter und Verserlschmied. Da ging es um den Chiemsee und um die Vor- und Nachteile von Hörgeräten, um die Vorzüge von Angoraunterhosen und die Geschichte von der Höslwanger Fahnenweihe mit Riesen-Rauferei vor über 100 Jahren, die einen engen Bezug zum Veranstaltungsort Pittenhart hatte.

 

Nach diesem sehr abwechslungs- und erlebnisreichen Abend war klar, dass es eine Fortsetzung geben sollte. So ist nun am Mittwoch, 26. Juli, der nächste Hoagart in der „Alten Zollstation“. Es ist geplant, die Veranstaltungsreihe fortzuführen, immer am letzten Mittwoch der ungeraden Monate.

 

Bild und Text von Inge Graichen

2017-06-09T09:23:43+00:00 08. Juni 2017|Allgemein|

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